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Im Gespräch mit dem Trainer PDF  | Drucken |

Sport

interview1.jpgHaben Sie schon bei Wettkämpfen sportliche Erfolge gefeiert?

Als leistungsorientierter Langstreckenläufer bleiben Wettkampferfolge, zumeist bei kleineren Veranstaltungen, nicht aus. Dennoch messe ich meine Erfolge an der Verbesserung meiner persönlichen Bestzeiten und weniger an Platzierungen, auch wenn mich diese natürlich auch ganz schön stolz machen können.


Was fasziniert Sie am Sport am meisten?

Sport schafft dass was keine andere Bewegung oder politischer Akt bisher realisieren konnte: Sport verbindet Menschen, heilt verschiedene Krankheiten und gibt Anerkennung von sich selbst und der Umwelt.

Sport ist – in Maßen getrieben – gesund. Sport ist Spaß an der Bewegung und Geselligsein. Das Gefühl miteinander etwas schaffen zu können, unschlagbar zu sein, Ziele erreichbar zu machen. Sport ist dramatisch, elektrisierend und unterhaltsam. Sport weckt euphorische Emotionen und lässt uns auch mal weinen. Das alles ist Sport: Faszinierend, oder? ;-)


Welches sind Ihre bevorzugten Sportarten – aktiv und passiv?

Aktiv: Seit meinem 17ten Lebensjahr bin ich dem leistungsorientierten Langstreckenlauf mit Haut und Haaren verfallen. Das interessante beim Langstreckenlauf ist beim Wettkampf das konstante Bewegen an den eigenen körperlichen Grenzen mit Hilfe meiner Willenskraft sowie diversen psychologischen Tricks.
Laufen ist für mich nicht nur einfach eine gesunde Bewegungsmöglichkeit, sondern gerade bei längeren Trainingseinheiten eine meditative Reise. Beim Laufen habe ich die besten Ideen, kann Konflikte / Probleme größtenteils lösen. Nach dem Laufen bin ich ausgeglichen und mit mir selbst im Reinen. Darum liebe ich diesen Sport!
Eine Sportart die mich körperlich, aber auch geistig sehr stark fordert ist Badminton. Ich liebe es meinen gegnerischen Spielpartner zu studieren, seine Schwächen für mein Spiel zu nutzen. Geglückte Finten verführen mich manchmal zu spontanen, überschießend positiven Emotionen. Badminton ist für mich Spaß pur. :-)

Passiv: Ich sehe furchtbar gerne Fußball, Leichtathletik-Meetings und -weltmeisterschaften / -olympiaden, Radsport (Tour de France), Kampfsport und Eishockey. Wenn ich mal ziellos zappend vor dem Fernseher sitze, bleibe ich meist bei einem Sportsender hängen ...


Hat Sport Ihr Leben verändert – und wenn ja, wie?

Diese Frage kann ich leider nicht beantworten, da ich mit Sport schon im Kindesalter infiziert worden bin. Ich kann nur eins behaupten: Ohne Sport wären mir wohl viele Dinge im Leben schwerer gefallen.


Könnten Sie sich ein Leben ohne Sport vorstellen?

Ein ganz klares NEIN! Hierzu fehlt mir die Vorstellungskraft.


Welche sportlichen Trends finden Sie zurzeit spannend?

Die Szene der PowerWalker und Nordic Walker beobachte ich seit längerem mit Interesse, da diese Sportarten in vielen Fällen das Sprungbrett zum Joggen bzw. schnelleren Laufen darstellen. Vor ein paar Jahren gab es nur Läufer oder Nichtläufer. Heute wird die „Grauzone“ durch PowerWalker und Nordic Walker mit Leben gefüllt. Ich finde das ist eine durchaus positive Entwicklung.


Gibt es Ihrer Meinung nach „eine Sportart, die die Welt nicht braucht“?

Mmh..., da fällt mir keine ein. Ich bin der Meinung, dass jede Bewegungsform, sofern sie sich selbst und keinem Dritten schadet seine Berechtigung hat. (Uuh..., ist das diplomatisch ... ;-))


Wie motiviert sich ein Personal Trainer selbst?

Zum einen durch selbstgesteckte, sportliche Nah- und Fernziele. Hier bezeichne ich als Nahziele die jährlichen Wettkampfveranstaltungen, die ich durch einen abwechslungsreichen und motivierenden Trainingsplan versuche zu erreichen.

Fernziele sind beispielsweise 2008 die Teilnahme am Marathon de Sáble.

Der Blick auf meinen Körper in den Spiegel. Ein bisschen eitel ist – so glaube ich – jeder Mensch, oder? ;-)

Eine Anerkennung meiner Kenntnisse und Ausstrahlung seitens meiner Klienten ist für mich eine ungeheure Motivation.

Und natürlich durch Verabredungen mit Gleichgesinnten zum Sporteln.


Trainieren Sie in Ihrer Freizeit?

Ja, schließlich sollte ein PersonalTrainer stets fit sein, aber auch Eigeninteresse an der sportlichen Bewegung haben. Der Körper eines Personal Trainers ist nun mal „Werbefläche“.


Welches sind Ihre Lieblings-Übungen?

Ich mag jede Form von Bauch-Crunches und die Arbeit mit dem Zugband (TheraBand®).

„Fliegende Bewegungen“ mit Kurzhanteln.

Dehnen der Wadenmuskulatur.

Jede Übung, die auch ich noch dazu lerne!


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Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?

Als kleiner Bub hatte ich die fixe Idee Koch zu werden, mit den Zielen zum einen einen kreativen Beruf zu ergreifen und zum anderen mit der für mich hochinteressanten Ernährungswissenschaft in Berührung zu kommen. Nach der Ausbildung zum Koch und später zum Diätkoch wandelte sich mein Alltag schnell zu einer 16-Stunden-mal-6-Tage-Woche.

Konsequenterweise bewog mich dieser Einschnitt in mein Privatleben dazu, nach entsprechender Ausbildung, in die damals aufstrebende Informationstechnologiebranche zu wechseln.

Zeitgleich war das Interesse am Sport und Medizin so stark, dass ich parallel zu meinem hauptberuflichen EDV-Aufstieg auch zahlreiche Lehrgänge im Fitness-Bereich besuchte und mit Erfolg abschloss. Diese waren die Voraussetzungen, um nebenberuflich in der Sportwelt aktiv zu sein.

Anschließend habe ich den Schritt gewagt meine Lebensphilosophie zum Hauptberuf zu machen und zwar als Symbiose meiner bisherig erworbenen Qualifikationen in der Ernährungsphysiologie, Verarbeitung von Lebensmitteln, Informationstechnologie sowie Sport und Medizin.


Beschreiben Sie kurz, was Ihre größte Motivation/Vision in der Ausübung Ihres Berufes ist.

Mein Wahlspruch ist „Bewegung ist die Eintrittskarte in die beste Zeit Ihres Lebens“. Was kann es Schöneres geben, als für einen Menschen die schönste Zeit seines Lebens einzuläuten?


Was macht Ihnen an Ihrem Beruf am meisten Freude?

Der Umgang und die Bewegung mit wissenshungrigen und bewegungswilligen Menschen.


Welches sind die schwierigsten Momente Ihrer Arbeit?

Wenn ein vom Klienten zu hoch gestecktes Ziel auf ein realistisches Maß herunter geschraubt werden muss.


Was wären Sie geworden, wenn Sie heute nicht als Personal Trainer arbeiten würden?

System- und Netzwerkadministrator in der IT-Branche.


Wie halten Sie sich über die neuesten Entwicklungen und Trends im Bereich Sport auf dem Laufenden?

Durch Lehrgänge, Messeveranstaltungen, Newsletter, spezielle Verbände, Gespräche mit Kollegen und Kooperationspartner, Fachmagazine, Sachbücher, TV und Rundfunk. Also die ganze Bandbreite.


Was macht Ihrer Meinung nach ein gutes Personal Training aus?

Das Eingehen auf individuelle Bedürfnisse, Voraussetzungen und Ziele des Klienten unter Berücksichtigung des möglichst neuesten wissenschaftlichen Informationsstands.


Was kann Ihrer Ansicht nach mit einem guten Personal Trainer erreicht werden, was man in einer Gruppe nicht schafft?

Individuelle Betreuung und Vertrautheit!

 
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Personality

Welche Grundwerte bestimmen Ihr Leben?

Positives Denken und Fairness! Alle anderen Werte orientieren sich daran.


Was ist Ihnen in Ihrem Leben wichtig?

Die Möglichkeit ohne Probleme oder Einschränkungen Sport zu treiben.

Meine Freundin.

Freunde, die ein offenes Ohr besitzen und mit denen ich „Pferde stehlen kann“.

„Alex“, unser Podenco (spanischer Windhund).

Träume, die darauf warten realisiert zu werden.


Wie würden Sie Ihren Charakter beschreiben?

Ohje..., sollte das nicht besser ein Anderer tun? Ich kann nur die Fakten nennen: Zuverlässigkeit (d.h. Absprachen mit mir haben Bestand sowie Pünktlichkeit)

Humorvoll. Es gibt kaum Situationen, in denen ich nicht an etwas Lustiges denke und den Drang habe es umzusetzen. Offensichtlich habe ich noch ziemlich viel vom Lausbuben in mir.


Wofür engagieren Sie sich?

Ich engagiere mich mit Spenden bei Greenpeace und unterstütze geistig jegliche Benachteiligung der Natur (Fauna und Flora), nur um ein Vorteil für den Menschen zu erreichen.


Wofür würden Sie sich gerne mehr engagieren?

Gerne würde ich bei Unternehmungen von Umwelt- Und Tierschutzverbänden – sofern Sie nicht militant sind – aktiv dabei sein. Jedoch ist dies, nach mehrmaligen Anfragen, offenbar nicht gewollt. Frei nach dem Motto: Bleib Du in Deinem bequemen Wohnzimmersessel und gibt uns lieber Dein Geld".


Haben Sie ein Idol oder welche Person bewundern Sie und warum?

Sowohl die sportlichen Leistungen als auch die menschliche Seite des ehemaligen Wunderläufers und Langstreckenweltrekordlers Haile Gebrselassie aus Äthiopien haben mich begeistert.
Seine Aufrichtigkeit damals einzugestehen, dass sein sportliche Zenit überschritten sei und sogar seinem Nachfolger bei einem Rennen die Innenbahn freizugeben, sein politisches Engagement in seiner Heimat und die Großzügigkeit gegenüber diversen, bedürftigen Einrichtungen, ... das alles gehört für mich zu einem wahren Idol.


Nennen Sie drei Eigenschaften, die voll auf Sie zutreffen.

Zuverlässigkeit, Humor und Toleranz


Nennen Sie drei Eigenschaften, die überhaupt nicht auf Sie zutreffen?

Gier, Neid und eben Unzuverlässigkeit


Sind Sie mit Ihrem Körper zufrieden?

So weit, so gut. An erster Stelle setze ich allerdings Leistungsfähigkeit.

Gibt es überhaupt einen Menschen, der mit seiner Figur zufrieden ist? ;-)


Ihre drei größten Stärken?

Die Fähigkeit mich selbst und vor allem andere Menschen zu motivieren und in deren Zielsetzung zu bestärken.

Nicht erwachsener zu sein als eben nötig.

Loyalität


Ihre drei größten Schwächen?

Fokussierung: manchmal bin ich zu detailverliebt.

Ich mag die Gefahr und den damit zusammenhängenden Nervenkitzel (z. B. Fallschirm- und Bungee-Sprung).


Was hätten Sie in Ihrem Leben gerne anders gemacht?

Rückblickend hätte ich mich in der Schule mehr anstrengen sollen.


Was hätten Sie auf keinen Fall anders gemacht?

Wie ein wilder Sport zu treiben! :-)


Was bringt Sie zum Lachen?

Über erzählte Witze kann ich selten lachen, aber in jedem Fall über Situationskomik und Dinge des täglichen Lebens. Und manchmal über meine Fehler... :-))


Was macht Sie richtig wütend?

Beim Spaziergang mit unserem Hund die selbsternannten „Dogwhisperer“ mit dem absoluten Wissen. Leider werden es – scheinbar durch die zahlreichen TV-Beiträge – immer mehr ...


Was können Sie bei anderen gar nicht leiden?

Arroganz und Intoleranz.


Ihre größte Angst oder Sorge?

Das sich etwas ereignet, dass mein jetziges Leben nicht mehr möglich macht (z.B. schwere Verletzung oder Erkrankung von mir und Menschen, die mir Nahe stehen).


Was haben Sie für Träume?

Nach 1997 Ostküste und 2000 Westküste in Nordamerika die Route 66 von Osten nach Westen mit einem Cabriolet befahren.

2008 die Teilnahme am Marathon de Sáble.

Ein Wohnsitz in Canada, im speziellen Vancouver (wird wohl nie in Erfüllung gehen, ... seufz).

In einem Überschalldüsenjet mitzufliegen.


Hatten Sie Träume, die nicht mehr in Erfüllung gehen können?

Auswanderung nach Canada.

Ich wäre gerne Profi-Fußballer geworden. Wohl wie viele andere Jungs auch.


Wovon wurden Sie zuletzt positiv überrascht?

Meine Freundin hatte sich spontan ihre langen Haare abschneiden lassen, ... und ... es sieht – wie von mir schon Jahre zuvor prophezeit – klasse aus.


Welche Dinge neben dem Sport bestimmen Ihr Leben?

Die Arbeit und das Zusammensein mit interessanten und netten Menschen.


Wie sieht für Sie ein perfekter Sonntag aus?

Wecken.
Bei Sonnenschein (Temperatur gleichgültig) mit Alex, unseren Hund, ein längeres Läufchen durch den angrenzenden Wald absolvieren.
schön warm Duschen.
Freundin wecken und gemeinsam mit ihr frühstücken.
Zu Freunden fahren oder Freunde einladen und Spaß haben oder eine Burg / ein Schloss besichtigen.
mittags Sushi essen (ich liebe Sushi!).
abends Essen mit meinen Geschwistern, derer Partner und Kinder
Live-Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen einen großen Gegner.
Schlafen.


Wie sieht Ihr Traumurlaub aus?

Mit dem Auto von Alaska nach Patagonien reisen und mindestens 6 Monate Zeit für diesen Tripp haben.


Was tun Sie zu Ihrer Entspannung?

Ich genieße unheimlich gerne die thailändische Massage.

In einem gemütlichen Sessel sitzen und per Kopfhörer mit „Floating Music“ dem Stress oder der Müdigkeit entfliehen.

Wovon würden Sie sich für kein Geld der Welt trennen?

Na ja außer Freundin und Hund wäre das wohl der Sport.


Welche Musik hören Sie?

New Age, Soul, R&B, Electronic, anspruchsvoller Pop.


Ihr derzeitiger Lieblingsfilm?

Ups, ich war schon länger nicht mehr im Kino und kann daher keine Aussage treffen.


Was für Bücher lesen Sie gerne?

Sachbücher, Dokumentationen, Biographien


Ihr derzeitiges Lieblingsbuch?

„Sorge dich nicht, lebe“ von Dale Carnegie


Was halten Sie für eine der genialsten Erfindungen?

Da kenne ich mehrere:

Das Blasenpflaster von Compeed. Eine sensationelle Errungenschaft der Pharma-Technik für uns Läufer.

Das verstellbare Kurzhantelset von Nautilus bzw. Bowflex. Durch die Zahlenschlosstechnik kann man die Hanteln, ohne Einsatz von zusätzlichen Gewichtescheiben und Werkzeug, auf das gewünschte Gewicht einstellen.

Das Informationsmoloch schlechthin: das Internet.


Welche drei Dinge wären auf einer einsamen Insel für Sie unverzichtbar?

 
Laufschuhe, Sonnencreme, Meine Freundin und liebsten Freunde


Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?

Richard Gere: Er scheint Intelligenz und Humor zu vereinen, das macht ihn als Mensch für mich interessant.

Walt Disney (wenn er noch leben würde): Phantasie ist eine unglaubliche Kraft und ein tolles Gesprächsthema.

Grace Jones: Ich würde mich gerne mal mit einem gnadenlos ausgeflippten Mensch unterhalten.


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Klienten

interview3.jpgWelches war die größte Hürde, die Sie bisher bei der Arbeit mit einem Klienten meistern mussten?

Vorurteile und Halbwissen.


Wie motivieren Sie Klienten, die sich besonders schwer tun?

Ich versuche dem Klienten ein für Ihnen anspornendes Ziel zu visualisieren, ein Ausschau auf kommende Erfolge, für die es sich zu trainieren bzw. disziplinieren (Ernährung) lohnt.

Gibt es Ihrer Ansicht nach Menschen, die so „unsportlich“ sind, dass es keinen Sinn macht, es auch nur zu versuchen?

Zu unsportlich gibt es in meinen Augen nicht, aber es sollte schon eine Eigenmotivation des Klienten vorhanden sein, um die gesteckten Ziele zu erreichen.


Welches war Ihr größter Erfolg beim Training mit Klienten?

Innerhalb von 8 Monaten gelang uns eine KörpergewichtsReduzierung von 94 kg auf 83 kg, bei gleichzeitiger Formung eines muskulösen Körpers und erfolgreicher Teilnahme an einen 10 km-Wettkampf. Seitdem trainiert dieser Klient immer noch fleißig, leider – berufsbedingt – in der Schweiz ;-)

Welches war Ihr schönster Moment im Umgang mit Klienten?

Die dankbaren, freudig glänzenden Augen eines betreuten Ehepaares, das nach einer lustigen und effektiven Trainingsstunde mir emotional berichtete, dass seit meinem Engagement Rückenschmerzen, falsche Haltung und Trübsal der Vergangenheit angehörten. In diesen Momenten weiß ich: ich liebe meinen Beruf!